Die Private Krankenversicherung

Sie haben je nach Tarif freie Arzt- und Krankenhauswahl und können die Klinik bzw. jeden Arzt Ihres Vertrauens (ob Spezialist oder Professor) wählen. Ebenso können Sie auch während eines Quartals Ihren Arzt beliebig oft wechseln.

Nach Rechnungsstellung durch den behandelnden Arzt können Sie die Abrechnung mit der Gesellschaft entweder sofort oder auch erst am Jahresende - ganz nach Ihrem Wunsch - vornehmen. Private Krankenversicherer erstatten auch von Ihnen noch unbezahlte Rechnungen in der Regel innerhalb von drei Wochen. Die Krankenhausbehandlungskosten werden direkt von der Gesellschaft abgerechnet.

Ab Vertragsbeginn haben Sie sofort vollen tariflich vereinbarten Versicherungsschutz, sofern mindestens acht Monate Vorversicherung in einer gesetzlichen Krankenkasse gegeben sind und ein nahtloser Übertritt zu einer privaten Krankenversicherung vorliegt.

Besteht keine Vorversicherung, oder wechseln Sie von einer privaten Krankenversicherung zu einer anderen, so betragen - mit einigen Ausnahmen - die allgemeinen Wartezeiten drei Monate und die besonderen Wartezeiten (Zahnarzt, Psychotherapie und Entbindung) acht Monate. Durch Vorlage eines ärztlichen Attestes können diese Wartezeiten entfallen. Wartezeitenerlass erfolgt generell bei Unfällen.

Als Angestellter erhalten Sie von Ihrem Arbeitgeber einen Zuschuss zu Ihrer privaten Krankenversicherung. Dieser Arbeitgeberzuschuss beläuft sich auf die Hälfte des durchschnittlichen Höchstbetrages der gesetzlichen Krankenversicherung bundesweit einheitlich für privat versicherte Arbeitnehmer (§ 257 / SGB V). Dieser Zuschuss wir Ihnen wie bisher vom Arbeitgeber direkt mit Ihrer monatlichen Lohn- oder Gehaltsabrechnung ausbezahlt.


Kündigungsfristen:
  • Prinzipiell beträgt die Kündigungsfrist bei einem freiwillig gesetzlich versicherten Angestellten zwei volle Kalendermonate. (z.B. bis zum 30.06.2013 - Versicherungsbeginn 01.09.2013).
  • Personen, die eine Selbständigkeit planen, sollten sich sofort mit uns in Verbindung setzen (außerordentliches Kündigungsrecht).

Der Zuschuss des Rentenversicherungsträgers tritt an die Stelle des Arbeitgeberzuschusses.
Der Rentner erhält für seine private Krankenversicherung einen Zuschuß in Höhe des halben durchschnittlichen Beitragssatzes der Krankenkassen – bezogen auf die Rentenhöhe.

Rentner, die freiwillig Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse sind, haben zusätzlich zu ihrem Mitgliedsbeitrag einen festen Prozentsatz aus allen rentenähnlichen Einnahmen (Betriebsrenten, Zusatzversicherungen etc.) an die gesetzliche Krankenkasse zu zahlen.

Privat versicherte Rentner müssen dagegen bei einem eventuellen Zusatzverdienst keine höheren Beiträge an die private Krankenversicherung abführen.



Allgemeines

Der Beitrag in der Privaten Krankenversicherung berechnet sich vor allem nach Geschlecht, Tarif, Eintrittsalter und dem individuellem Gesundheitszustand beim Abschluss der Versicherung. Je jünger Sie einsteigen, desto günstiger sind Ihre monatlichen Beträge. Erhöhungen ergeben sich, wie auch in der gesetzlichen Kasse, nur durch höhere Kosten - nicht durch das Älterwerden oder durch Erkrankungen.

Durch eine Selbstbeteiligung können Sie wesentliche Beitragseinsparungen im ambulanten, stationären oder Zahntarif erhalten. Diese Beitragseinsparungen liegen in der Regel über dem Betrag, den Sie als Selbstbeteiligung vereinbart haben. Die Selbstbeteiligung von beispielsweise EUR 300,- wird von Ihrem gesamten Arztrechnungen nur einmal im Kalenderjahr in Abzug gebracht. Bedenken Sie, dass Sie bei einer Selbstbeteiligung auch leichter in den Genuss der Beitragsrückerstattung kommen!

Der Versicherungsvertrag wird wie kaum ein anderer Vertrag von Vertrauen geprägt. Bei falschen oder unvollständigen Angaben im Antragsvordruck kann der Versicherer vom Vertrag zurücktreten bzw. den Versicherungsschutz verweigern.

Arbeitnehmer müssen in der Regel ab der 7. Woche der Arbeitsunfähigkeit für Ihre Renten- und Krankenversicherung selbst aufkommen. Das Krankentagegeld darf zusammen mit anderen Krankentage- und Krankengeldern, dass auf den Kalendertag umgerechnete, aus der beruflichen Tätigkeit herrührende Nettoeinkommen nicht übersteigen. Maßgebend für die Berechnung des Nettoeinkommens ist in der Regel der Durchschnittsverdienst der letzten 12 Monate vor Antragsstellung bzw. vor Eintritt der Arbeitsunfähigkeit.

Eine sinnvolle Ergänzung zur Pflegeversicherung ist die private Pflegetagegeldversicherung. Diese ersetzt bei Pflegebedürftigkeit Kosten für Pflegeleistungen, die von anderen Personen dem Versicherten gegenüber erbracht werden und nicht ausreichend über die gesetzliche Pflegeversicherung abgedeckt werden. Pflegeleistungen sind Hilfen bei Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens: Aufstehen, Zubettgehen, An- und Auskleiden, Waschen, Kämmen, Rasieren, Einnahme von Mahlzeiten und Getränken usw.

13.11.2012