Bestimmungen zur Leistung bestimmter schwerer Krankheiten

Zusätzlich zu den Bestimmungen, die in den unten genannten Definitionen jeweils festgelegt sind, muss jeder der unten genannten Zustände von einem Facharzt oder einer Fachklinik eindeutig diagnostiziert werden und durch klinische, radiologische, histologische bzw. Labornachweise bestätigt werden.


1. Definition des Begriffs „bestimmte schwere Krankheiten“

Als bestimmte schwere Krankheit werden eine oder mehrere der nachstehend definierten Erkrankungen bezeichnet (ohne Gewähr, nur als Anhaltspunkt, da verschiedene Anbieter):

 Operation der Aorta
 Benigner Gehirntumor
 Blindheit
 Krebs
 Bypass-Operation der Koronararterien
 Herzinfarkt
 Herzklappenoperation
 Chronisches Nierenversagen
 Taubheit
 Verlust der Gliedmaßen
 Organtransplantation
 Multiple Sklerose
 Lähmung
 Parkinsonsche Krankheit
 Schlaganfall
 Koma
 Schwere Verbrennungen
 Vollständige und dauerhafte Erwerbsunfähigkeit (jegliche Tätigkeit)
 Option: Vollständige und dauerhafte Erwerbsunfähigkeit (im eigenen Beruf)
 Option: Pflegebedürftigkeit im Alter
 Versicherungsschutz für Kinder
 HIV-Infektion - erworben während der beruflichen Tätigkeit


Es gelten ausschliesslich die aktuellen Versicherungsbedingungen der jeweiligen Versicherer, die Sie auf Wunsch vorab mit einem Angebot erhalten!

2. Ausschlüsse

Allgemeines: Die Gesellschaft wird einen Zustand nicht als bestimmte schwere Krankheit im Sinne dieser Bedingungen anerkennen und wird keine Leistung erbringen, wenn dieser Zustand direkt oder indirekt, ganz oder teilweise auf folgende Ursachen zurückzuführen ist:
  1. Ansteckung mit einem Immunschwächevirus (HIV) oder HIV-positiver Befund, eine erworbene Immunschwächekrankheit (AIDS) oder eine ähnliche oder damit verbundene Krankheit oder Syndrom. Dieser Ausschluss bezieht sich nur auf Krebserkrankungen, auf vollständige und dauerhafte Erwerbsunfähigkeit und auf Pflegebedürftigkeit. Dies gilt nicht in den Fällen, die im Absatz „HIV-Infektion - erworben während der beruflichen Tätigkeit“ behandelt werden.

  2. Innere Unruhen, Aufruhr, Aufstand, (erklärter oder nicht erklärter) Krieg oder jedes Ereignis in Zusammenhang mit einem Krieg oder dem Dienst in der Armee eines im Krieg befindlichen Landes.

  3. Absichtliches Herbeiführen des Leistungsfalles.

  4. Drogensucht, Alkoholabhängigkeit und Missbrauch vor Narkotika.

HIV und AIDS
Die Definition für Aids entspricht der von der Weltgesundheitsorganisation WHO verwendeten Definition zum Zeitpunkt des Versicherungsanspruchs. Wenn es keine solche Definition gibt, entscheidet sich die Gesellschaft für die Definition einer Nachfolgeorganisation oder Regierungs- bzw. internationalen Behörde.

Eine Infektion gilt als gegeben, wenn bei Blutuntersuchungen das Vorhandensein eines Immunschwächevirus oder Antikörper gegen einen solchen Virus nach Auffassung der Gesellschaft nachgewiesen wird.


3. Leistungsregulierung bei Versicherungsansprüchen aufgrund bestimmter schwerer Krankheit

Auf Anforderung der Gesellschaft hat der Versicherungsnehmer eine Formular zur Leistungsregulierung auszufüllen. Er hat der Gesellschaft alle Informationen und Nachweise über die Art der Krankheit zur Verfügung zu stellen, und zwar innerhalb von 6 Monaten, nachdem die Diagnose erstmals gestellt wurde (Ausnahme bei Krebs und Multiple Sklerose: innerhalb von 6 Monaten, nachdem die versicherte Person erstmals von der Diagnose erfahren hat). Die Gesellschaft kann in besonderen Fällen verlangen, dass die versicherte Person sich von einem Arzt untersuchen lässt, den die Gesellschaft bestimmt.

Kosten für die ärztliche Untersuchung und für Auskünfte, die die Gesellschaft bei Ärzten einholt, trägt die Gesellschaft. Darüber hinaus hat die versicherte Person alle erforderlichen Genehmigungen zu erteilen, um der Gesellschaft Einblick in ihre Krankengeschichte zu gestatten.

18.06.2007