Wichtige Bedingungsmerkmale

„Arztanordnungen zur Minderung der Berufsunfähigkeit“
Auch wenn nur „zumutbare“ Anordnungen des Versicherungsarztes möglich sind, wird die Selbstbestimmung des Berufsunfähigen massiv eingeschränkt, und Sie müssen mit einem langjährigen gerichtlichen Rechtsstreit rechnen.
§ 41 VVG
Haben Sie bei Antragstellung unbekannte (!) Erkrankungen, die sich später erst zeigen, dann drohen ernste Konsequenzen bis zur Vertragskündigung. Am besten ist es, wenn der Versicherer verbindlich auf die Anwendung von § 41 VVG verzichtet.
§ 172 VVG
Reichen die Beiträge auf Dauer („starke Zunahme von Berufsunfähigen“) nicht, dann dürfen Ihnen die Versicherer die Beiträge erhöhen, (und/oder sie reduzieren die Gewinnbeteiligung). Solche Erhöhungen müssen „angemessen“ und von einem unabhängigen Treuhänder auch auf die „Berechnungsgrundlagen“ hin geprüft und bestätigt sein. Damit schützt Sie das Gesetz vor Willkür. Manche Versicherer schränken ihre Erhöhungsrechte weiter ein oder verzichten sogar völlig auf Beitragserhöhungen.
Rücktritt vom Vertrag bei „schuldhafter vorvertraglicher Anzeigepflichtverletzung“
Unvollständig bzw. nicht richtig beantwortete Gesundheitsfragen führen im Leistungsfall regelmäßig dazu, dass die Versicherer vom Vertrag zurücktreten. Das Gesetz (§ 163 VVG) erlaubt dies volle 10 Jahre! Für Sie ist es am besten, wenn Versicherer schon nach 5 Jahren nicht mehr vom Vertrag zurücktreten können.

18.06.2007